Ziel:
Die Beziehung zum Essen beginnt früh und wird durch Familie, Erfahrungen, soziale Situationen und persönliche Lebensereignisse geprägt. Viele Essmuster entstehen unbewusst und begleiten Menschen oft über Jahrzehnte. Dieses Seminar widmet sich der Essbiographie sowie der biographischen Arbeit in Beratung und Therapie. Die Teilnehmenden lernen, wie Lebensgeschichte, Beziehungserfahrungen und prägende Ereignisse das Essverhalten beeinflussen können.
Durch die Auseinandersetzung mit der individuellen Essbiographie entwickeln die Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis für biographische Einflüsse auf das Essverhalten. Sie lernen, Zusammenhänge zwischen Lebensgeschichte, Beziehungserfahrungen und Essmustern zu erkennen sowie innere Glaubenssätze, emotionale Muster und deren Bedeutung für das Ernährungsverhalten einzuordnen. Darüber hinaus erhalten sie Impulse für die biographische Gesprächsführung und erweitern ihre therapeutische und beratende Perspektive im Umgang mit Patient*innen und Klient*innen.
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte, die Menschen im Bereich Ernährung, Gesundheit und Verhaltensänderung begleiten. Dazu gehören insbesondere Ernährungsfachkräfte, Ökotropholog*innen, Diätassistent*innen, Heilpraktiker*innen, Ärzt*innen, Gesundheitsberater*innen sowie weitere therapeutisch und beratend tätige Berufsgruppen. Es eignet sich für alle, die die Bedeutung biographischer Einflüsse auf das Essverhalten besser verstehen und die Lebensgeschichte ihrer Patient*innen und Klient*innen stärker in Beratungs- und Therapieprozesse einbeziehen möchten.
Inhalte „Die Essbiographie in der therapeutischen Arbeit“:
Zertifikat Ernährungsberater*in:
Dieses Seminar hat 4 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten und ist bei den Verbänden zur Bepunktung eingereicht.